Wissen & Geschichten · Vorbereitung

Was Sie vor dem Verkauf noch erledigen sollten

Zwischen der Entscheidung zu verkaufen und der ersten Anzeige liegt fast immer mehr Arbeit als gedacht. Das meiste davon lohnt sich, und für das meiste davon müssen Sie niemanden suchen.

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Zuerst die Unterlagen, nicht die Anzeige

Im Idealfall liegen Grundriss, Lageplan und Flächenberechnung vor. In der Praxis liegen sie selten vollständig vor, vor allem bei Häusern, die seit Jahrzehnten in der Familie sind. Fehlt etwas, beschaffen wir es für Sie. Wichtiger noch: Wir prüfen, was da ist, bevor es in ein Exposé wandert.

Das klingt nach Formalie und ist keine. Ein Beispiel, das uns regelmäßig begegnet: Ein ausgebautes Dachgeschoss steht seit Jahren als Wohnfläche in den Papieren, obwohl die Deckenhöhe dafür nicht reicht. Wer damit inseriert, hat später ein Problem, das teurer ist als jede Vorarbeit. Wer es vorher weiß, kann es sauber ausweisen und verkauft trotzdem.

Existieren gar keine Unterlagen mehr, hilft ein Aufmaß. Auch das ist kein Grund, den Verkauf zu verschieben, es ist einfach ein Punkt auf der Liste.

Was sich vor dem Verkauf noch lohnt

Nicht jede Renovierung zahlt sich aus. Eine neue Küche einbauen, damit das Haus besser aussieht, lohnt sich fast nie. Was sich fast immer lohnt, sind die kleinen Dinge, die einem Interessenten sofort ins Auge fallen:

Ein Keller oder Dachboden, der seit Jahren als Lager dient, wirkt geräumt doppelt so groß. Ein Anstrich in einem Raum, an dem man das Alter sieht, kostet wenig und nimmt dem ganzen Rundgang den müden Eindruck. Ein Boden mit einer offensichtlichen Schadstelle zieht in jeder Besichtigung die Aufmerksamkeit auf sich, und zwar genau die falsche. Und der tropfende Hahn, den Sie seit zwei Jahren nicht mehr hören, hört ein Fremder sofort.

Der Effekt ist selten nur optisch. Wer durch ein Haus geht, in dem sichtbar nichts liegen geblieben ist, rechnet auch bei dem, was er nicht sieht, mit weniger Überraschungen. Genau diese Erwartung landet später im Gebot.

Warum die Reihenfolge zählt

Vorarbeiten gehören vor die Fotos, nicht danach. Eine Immobilie kommt nur einmal neu auf den Markt. In den ersten Tagen nach der Veröffentlichung schauen die meisten Interessenten hin, und diese Aufmerksamkeit bekommen Sie nicht zurück, wenn die Bilder nachgereicht werden. Deshalb sprechen wir sehr früh darüber, was noch zu tun ist, und nicht erst, wenn der Fotograf schon vor der Tür steht.

Und wer macht das alles?

Der Punkt, an dem die meisten Eigentümer hängen bleiben, ist nicht die Arbeit selbst, sondern die Suche nach jemandem, der sie macht. Wer einen Entrümpler googelt, bekommt eine Liste, aus der er unmöglich erkennen kann, wer zuverlässig arbeitet und wer nicht zurückruft.

Wir arbeiten seit Jahren mit denselben Betrieben: Entrümpelung, Maler, Bodenleger, Hausmeister, Architekt für das Aufmaß. Wir empfehlen sie nicht, weil wir dafür etwas bekommen, sondern weil wir aus vielen gemeinsamen Objekten wissen, dass es mit ihnen funktioniert. Sagen Sie uns, was ansteht. Welcher Partner zu Ihrem Fall passt, entscheiden wir von Fall zu Fall.

Der ehrliche Teil

Manches lässt sich nicht vorbereiten. Eine Heizung von 1985 bleibt eine Heizung von 1985, und die auf eigene Kosten zu tauschen, damit sich das Haus besser verkauft, rechnet sich in aller Regel nicht. Solche Punkte gehören nicht kaschiert, sondern offen in die Unterlagen und in den Preis. Käufer verzeihen einen Mangel, den sie vorher kannten. Einen, den sie selbst entdecken, verzeihen sie nicht.

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Rufen Sie an. Wir gehen einmal mit Ihnen durch das Objekt und sagen Ihnen, was sich lohnt und was Sie sich sparen können.

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